18. November 2012
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So waere es schoen |
Manche Tage haben es in sich, da geht alles schief. So ein
Tag war am letzten Sonntag.
Als wir unser Morgendusche nehmen wollten, stellten wir
fest: Kein Wasser ! Das Wasserwerk hat mal wieder das Wasser abgestellt – wenn auch
nur fuer 1 – 2 Stunden. Aber das ist aergerlich. Was fuer ein Glueck, dass
unsere Verwandten noch einen altertuemlichen Regenwassertank haben. So konnten
wir uns kuebelweise das Wasser ueber den Ruecken giessen.
Am Nachmittag haben wir unser Balikbayan-Paket ausgepackt
und mussten feststellen, dass der Generator ganz schoen gelitten hatte auf dem
Transport. Statt auf 4 Fuessen stand er nur noch auf 3 und wackelte wie
verrueckt. Trotzdem fuellten wir Benzin und Oel ein, um ihn zum Starten zu bekommen. Ergebnis:
Benzin lief wieder raus ! Also hatte er noch mehr Schaeden abbekommen – ein
Fall fuer den nahen Repair Shop.
Da der Balikbayan-Karton schon vor laengerer Zeit hier
angekommen ist, machten wir Bekanntschaft mit einer anderen philippinischen
Eigenschaft: Termiten. Wir fanden sie beim Auspacken, denn um den Generator
hatten wir noch andere Geschenke getan, um die Hohlraeume auszufuellen. Darunter
waren auch ein paar Buecher. Diese schlauen Termiten ! Sie haben nur das Buch
mit recycle-Papier angeknabbert. Die anderen Buecher, wo im Papier ein
Kunststoff-Anteil drin ist, haben ihnen
nicht geschmeckt.
Dann spaeter erreichte uns der taegliche Brownout. Das
wussten wir schon, dass das hier dazu gehoert. Und das war ja der Grund fuer
den Versand des Generators – aber mit einem kaputten Generator laesst sich
nichts machen.
Irgendwie hat der
Laptop durch den Spannungs-Stoss – als der Brownout wieder weg war - etwas
abbekommen. Er startet nicht mehr, auch im abgesicherten Zustand nicht ! Damit hatten wir den naechsten
Patienten und ich schreibe meinen Bericht jetzt eben auf einem Computer mit
englischer Tastatur, wo es keine Umlaute gibt.
Spaeter erreichte uns eine SMS von unserer Tochter, wo wir denn
waeren, sie koennte uns nicht erreichen. Unsere Gastgeber teilten uns mit, dass
Handy-Empfang nur bis zur Terrasse vom
Haus moeglich ist. Sind wir weiter drin im Haus, funktioniert der Empfang
nicht. Sie haetten schon Uebung drin, denn wenn sie sehen, dass ein Anruf kommt, rennen
sie mit dem Handy bis zur Terrasse !!!
Als wir von Davao nach Kidapawan-Makilala gekommen sind,
haben wir uns auf das kuehlere Klima gefreut und auch, dass es hier weniger
Ameisen und Moskitos gibt. Aber wie man sieht, ist die Welt gerecht.Es gibt nicht nur Vorteile. Kuehleres Klima muss man mit Brownout, zeitweisen Wassermangel und anderen Eigentuemlichkeiten eintauschen.
Mit freundlichen Gruessen
Ludwig aus Davao
1 Kommentare:
Oje, was für eine Action-Jackson... :)
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