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Mittwoch, 6. März 2013 2 Kommentare

Aufpassen beim Hausbau in Philippinen: Einspar-Moeglichkeiten

Einspar-Moeglichkeiten  beim Hausbau
5. Maerz  2013

Mein Bekannter, der schon laengere Zeit hier in Davao lebt und selbst schon ein Haus gebaut hat, sieht die philippinische Art, Haeuser zu bauen, in einem skeptischen Licht. Er behauptet, dass hier viel gemacht wird, wie es schon der Vater vor 50 Jahren gemacht hat. Und dass man da sparen koennte,und zwar eine Menge.

In vielen Sachen sind die Filipinos verspielt und investieren viel Geld in “Mode-Schnickschnack”.  Da muss die Fassade zweifarbig gestrichen werden, so in Bonbon-Gelb und Bonbon-Rosa. Oder da muessen Fenster eingebaut werden, die ueber 2 Etagen reichen.( Wer putzt die ?)  Oder das Dach muss mehrfach gefaltet sein und muss Erkerchen und Eckchen haben. (Wer denkt an die Reparaturen in ca. 15 Jahren, wenn es anfaengt mit Rosten ?) Oder die Abdeckung ueber der Autogarage wird als Terrasse ausgebaut – aber nie genutzt, weil es direkt in der Sonne liegt. (Alles nur wegen der Nachbarn?)

Noch mehr ins Geld gehts, wenn man beim Zement nicht aufpasst. Bei Zement, der ja ganz schoen teuer geworden ist, mischen die Handwerker oftmals Sand und Zement im Verhaeltnis 1:2 oder gar 1:1 – das normale Mischungsverhaeltnis ist 1:3, also 1 Teil Zement und 3 Teile Sand.
Auch beim Fliesenkleber kann man sparen, wenn die Handwerker ihn  nach Gebrauchsanweisung duenn auftragen wuerden. Meist wird er aber wie Zement benutzt und dick aufgetragen – weil er wie Zement  aussieht.

Man sollte schon jeden Tag auf der Baustelle sein und zugucken,wie das Material verbaut wird. Und manchmal hat man das Glueck, dass der Bauleiter den Vorschlaegen folgt. Philippinische Handwerker koennen da sehr eigen sein und Anleitungen nach ihren eigenen Vorstellungen ruckzuck abaendern - weil sie es  noch nie anders gemacht haben !

Mit freundlichen Gruessen

Donnerstag, 8. November 2012 0 Kommentare

Reishülsen: Aus einem Abfall was machen !


    In DAVAO auf den Philippinen
    Reishülsen - Geschäftsidee
    7. November 2012

Aus nix was machen, das ist immer gut.

Es gibt hier in Philippinen ein Abfallprodukt, das ständig anfällt und wo eine deutsche Firma – eigentlich ein Erfinder-Team - eine gute Idee hatte: Aus einem Abfallprodukt + etwas Chemikalien wird ein wetterfester Baustoff, der sich verformen läßt und sich sehr gut eignet z.B. als Holzplatten für Terrassen, für Tische, Stühle und Schränke und eigentlich alles, was bisher aus Holz gemacht wurde.

Bei dem Abfallprodukt handelt es sich um die Reishülsen, auch Spelzen genannt und "rice husks" auf englisch, die beim Schälen vom Reis in den vielen Rice- and Corn Mills anfallen.

Bisher kannte ich nur eine Verwendung, die mir ein Bekannter erzählte. Er hat nämlich mit den Reishülsen kleine Häufchen gebildet, sie angebrannt und in die kalte Asche dann Melonensamen gesteckt. Die Melonen haben sich prächtig entwickelt und er konnte bei einem Wettbewerb für die größte Melone einige Preise gewinnen. (Die Erklärung: beim Verbrennen hat sich Pottasche gebildet, ein natürlicher Dünger und Bodenverbesserer, ein sehr kurzfristiger leider. Siehe auch die Probleme bei Brandrodungen in Urwaldgebieten)

Das, was die Firma entdeckt hat, liegt in der Reishülse selbst, denn die enthält viel Silikat,  und Silikat nimmt kein Wasser und keine Feuchtigkeit auf. Das ist für Terrassen, die Regen, Eis und Schnee ausgesetzt sind, genau das richtige. Und damit ist die Firma auf dem Markt und fertigt alle Arten von Möbeln.


Hier in Philippinen gibt es genügend Regen und Feuchtigkeit. Vielleicht läßt sich diese Idee auch für andere Produkte hier einsetzen ?

Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao
 
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