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Dienstag, 3. September 2013 0 Kommentare
Gummi ist so billig geworden. Wie sol l es weiter gehen ?
1.9.2013

Einer unserer Bekannten hat eine Gummi-Plantage mit 15 Hektar  in Mindanao. Frueher erzaehlte er gern, was fuer gute Ertraege er von seinen Gummibaeumen bekommt. Er sagte: “ Einmal die Baeume pfanzen, 7 Jahre warten und pflegen, dann fuer mindestens 20 Jahre sehr gute Ertraege bekommen. Eine Klasse Investition !”



Heute redet er nicht mehr so. Die Ertraege sind zurueck gegangen, und zwar betraechtlich. Der Gummi  bringt nur noch einen Bruchteil der frueheren Gewinne. Alle Gewinne, die man sich ausgerechnet hat, sind weggeflossen. Und diejenigen Farmer, die ihre Bananen-,  Kaffee- und Kakao-Plantagen abgeholzt haben, um nur noch Gummi zu pflanzen – weil der doch die besseren Gewinne verspricht – sind bitter enttaeuscht und verbittert.

Dabei ist klar, dass auch andere Farmer  z.B. in wie Malaysia und Thailand  diese Chance gesehen haben und  im grossen Stil  Gummi angebaut haben. Da der Anbau rund 7 Jahre dauert, gab es in dieser Zeit  ein kleines Angebot und hohe Preise. Und nun, seit 2 Jahren, ist genug Gummi auf dem Markt. Und das ist der Grund, dass die Preise kraeftig nachgegeben haben, quasi  “ in den Keller gegangen sind !”

 Und mein Bekannter hofft nun, dass es sich doch noch mal bessert und er nicht in den Bankrott kommt.  Und so wollen  wir mit ihm auf bessere Zeiten fuer Gummipreise hoffen.

Mit freundlichen Gruessen
Ludwig aus Davao





Samstag, 17. November 2012 0 Kommentare

Gummibaum-Plantage

    In DAVAO auf den Philippinen
    auf einer Gummibaum-Plantage
    17. November 2012

Wir hatten Gelegenheit, in Makilala – das ist der Nachbarort von Kidapawan - eine Gummiplantage zu besichtigen und erfuhren, dass es nicht so einfach ist, den weißen klebrigen Saft (= Latex) zu bekommen. Und es führt ein langer Weg von der Pflanzschule bis zum Baum, den man anzapfen kann. Früher hat man mit ca. 7 Jahren gerechnet. Heute gibt es schon Sorten, die nach 3-4 Jahren anzapfbar sind und dabei sehen die Bäume noch recht dünn aus. Natürlich werden sie dicker mit der Zeit, aber im Alter von ca. 23 Jahren ist dann Schluß. Dann versiegt der Saftstrom.

Das Heimatland und Forschungszentrum der Gummibäume ist Malaysia. Dort gibt es sehr große Plantagen, die in Monokultur – also ohne andere Pflanzen - kultiviert werden. Es hat schon viele Versuche gegeben, ob es nicht möglich ist, auf die weiße Latex zu verzichten und alles aus Erdöl herzustellen. Das scheint auch heute noch nicht möglich – denkt man nur an die Wichtigkeit welche Reifen man nimmt bei den Formel-1-Rennen bei Regen, wo die Gummimischung der Reifen über Sieg oder Niederlage entscheiden.




Für die Gummibaum-Farmer ist die weiße Latex – sie stinkt heftig, aber es wäre der Geruch von Geld, sagt man – ein gutes Geschäft, wenn sie die lange Wartezeit, wo der Gummibaum nichts bringt, überstanden haben. . Ein Gummibaum wird alle 2-3 Tage morgens mit einem milimeterbreiten Schnitt angezapft und die Latex tropft dann in den Becher.







Aufkäufer kaufen dann das Rohmaterial auf, behandeln es chemisch, damit es sich nicht verfärbt und trocknen es. Es hat dann die Form einer bräunlichen Gummimatte und so wird es an die Reifenhersteller weltweit verkauft.

Je nach Baumsorte produziert ein Gummibaum etwa 30 kg Latex im Jahr, Auf einen Hektar werden rund 500 Bäume gepflanzt, also sind das ca. 15.000 kg. Da ein kg Latex mit zur Zeit 30 Pesos gehandelt wird, ergibt das einen Ertrag von 450.000 Pesos. Das ist ein Bruttobetrag, von dem die Löhne, Düngemittel und-und-und abgezogen werden muß. Aber trotzdem ist es ein gutes und langlebiges Geschäft.


Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao
 
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