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Montag, 20. April 2015 0 Kommentare

Jeepney

Fahren Sie mal mit den Jeepneys

Also, es war so, dass das Auto nicht mehr anspringen wollte und dass passierte ausgerechnet an einem Freitagabend, als es zu regnen anfing. Wir riefen bei der Tochter an. Sie kam dann mit ihrem Freund angefahren. Da es weiterhin regnete, wurde vereinbart, dass man sich am folgenden Tag um das Auto kuemmern werde.

Der am Samstag anrueckende Automechaniker erklaerte, dass er das Auto nur in seiner Werkstatt reparieren koennte. Also wurde das Auto dorthin abgeschleppt.
Am daraufffolgenden Montag sagte der Mechaniker, dass es sich um eine groessere Reparatur handelt und er wohl eine Woche oder auch 10 Tage fuer die Reparatur brauchen wuerde wegen den Ersatzteilen und wegen der anderen Arbeiten bei ihm.

Also, was tun ? Staendig mit dem Taxi fahren ? Bei dem Schneckentempo- Verkehr in Davao wuerde das eine Menge Pesos kosten. Also entschieden wir uns fuers Jeepney-Fahren. Das Fahren mit dem Jeepney ist guenstig: Pro Person und Entfernung kostet es maximal 12 Pesos. Sofern es nicht regnet, ist das Fahren sehr luftig und man sitzt schoen  eng-auf-eng mit den anderen Passagieren, wie in einem vollgestopften Balikbayan-Karton.

Das Problem ist meine Koerpergroesse. “Mann, ist der gross!”, sagen die Filipinos, wenn wir einsteigen. Und wegen meinen langen Beinen nehme ich mehr Platz in Anspruch als die Filipinos. Auch der Fahrer sieht uns nicht gern, weil er dann nicht auf die maximale Passagiermenge kommt, die bis zu 21 Passagieren betragen kann.

Mein persoenliches Problem ist die Bauweise der Jeepneys: Diese Autos sind fuer kleine Leute gebaut ! Ich mit meiner Groesse haue mir immer den Kopf an. Und wenn im Dachraum noch eine Querstrebe aus Dreikant-Eisen ist, dann wird es recht gefaehrlich fuer mich. Verletzungen habe ich schon genug. Ich setze mir  daher immer einen Hut auf, um Stoesse zum Autodach “abzumildern”.  Der einzige Ausweg ist, dass ich einen Platz vorn beim Fahrer bekomme. Da habe ich genug Kopf-Freiheit. Aber dieser Platz ist sehr begehrt und wird  nur selten einem anderen  ueberlassen ! Ja, Glueck sollte man schon mitbringen !

Mit freundlichen Gruessen

Ludwig aus Davao
Dienstag, 4. November 2014 0 Kommentare

Ein Projekt fuer die Zukunft von Davao

Eine Stadtbahn fuer Davao so ab 2020

Es wird wieder in Angriff genommen: Das Stadtbahn-Projekt          ( Light Rail Transit System = LRT) fuer Davao. Zwar, wenn man realistisch ueber die Sache denkt, gibt e seine Menge Schwierigkeiten – wobei die Finanzierung das kleinere Problem darstellt. Das groesste Problem ist die Enge der Strassen, wo die Stadtbahn fahren soll. Vielleicht entscheidt man sich fuer die Variante, die in Manila schon funktioniert. Die Stadtbahn , die ueber der Srasse verlaeuft.

Das ist zwar die teuerste Variante, aber wohl die einzige, die realisierbar ist. Die koreanische Firma, die eine Studie erarbeitet, wird wohl dazu 12 Monate brauchen. Da naechstes Jahr ein Wahljahr ist, wird man erst ab 2016 mit der Besprechung  und Realisierung  des Projektes beginnen.

Nach jetziger Planung sind 2 Stadtbahnen vorgesehen, die unabhaengig von einander arbeiten sollen und so  die Menschen zu den verschiedenen Stadtbezirken   besser und schneller bringen soll. Das erklaerte Ziel ist, die vielen Tricycles und Jeepneys aus den Strassenverkehr zu entfernen, die die Strassen in den Stosszeiten gnadenlos verstopfen.

Dass es ein Prestige-Projekt ist, kann man aus den Worten des Buergermeisters entnehmen, der davon spricht, dass es auch fuer die naechsten Buergermeister von Davao, er meinte wohl seine Tochter Sarah, von grosser Wichtigkeit ist. Die koreanische Firma spricht davon, dass die Investoren bereits  so in 7 Jahren  die Gewinnschwelle erreicht haben. Fuer die  Benutzer der neuen Stadtbahn  sind dann die guenstigen Preise der Jeepneys und Tricycle vorbei. Ja, alles Gute ist eben teuer !

Mit freundlichen Gruessen

Ludwig aus Davao
Samstag, 3. November 2012 1 Kommentare

Gnadenlos überladene Fahrzeuge


    In Davao auf den Philippinen
    Gnadenlos überladene Fahrzeuge
    2. November 2012

Filipinos und Fahrzeuge verbindet eine besondere Liebe. Die Fahrzeuge werden bemalt – auch um den Rost zu überdecken - und fast täglich geputzt. Alles muß sauber sein und blitzen. Beim Straßenverkehr in den großen Städten geht es schon diszipliniert zu, wenn auch noch nicht in unserem Sinne, besonders was das Verhalten an den Zebrastreifen angeht !!!!.


Aber manchmal – besonders in der Provinz - bleibt einem das Herz stehen, wenn man sieht, wie viele Leute sich in oder auf ein Fahrzeug quetschen. Und spricht man sie darauf an oder spricht von Sicherheit, besonders wegen der mitfahrenden Kleinkinder – keine Chance. Das ist eben so.

Das für mich Schlimme ist, dass meistens die Tricycle (= Motorrad mit angebauten Transport-Beiwagen) oder Jeepneys den Fahrern gar nicht gehören, sondern gemietet sind oder der Bank gehören. Und bei einem Unfall, bricht über die Familie ein großes Unheil herein, da meistens die Familienmitglieder als Bürgen gehaftet haben. Außer den Kosten für Krankenhaus sind dann die anfallenden Raten an die Bank zu zahlen. Und was macht eine Familie, der dann das Wasser bis zum Hals steht ? Na, die flüchtet irgendwo hin und taucht unter. Einfach weg.

An all das denken die Fahrer von Jeepneys, Tricycle oder Motorräder nicht so arg. Es ist der Besitzerstolz, der sie zu waghalsigen Überholmanövern veranlaßt. Oder, wie viel mehr ihr Fahrzeug an Last tragen kann. Da setzt die Findigkeit der Filipinos ein, wenn man an die Verlängerungen des Chassis von LKWs denkt, die einfach gut 1 Meter länger gemacht werden – natürlich mit einer Holzbalken-Konstruktion.


Was bei LKWs mit Holz möglich ist, wird bei Jeepneys, Tricycles oder Motorrädern mit zusätzlicher Federung und Stoßdämpfern gemacht, die „einfach genial“ angeschraubt oder angeschweißt werden. Was dann meistens mit der Zeit kaputt geht, sind weniger die zusätzlichen angebauten Dinge, sondern ist der Tragrahmen, der für solche Überlastungen nicht konstruiert wurde.




So erfinderisch wie die Filipinos in der technischen „Erweiterung“ ihrer Fahrzeuge sind, so erfinden sie Namen. So zum Beispiel für die Motorräder, wo manchmal bis zu 8 Personen ( incl. Babys) sitzen – natürlich auf einem angebrachten Brett, das nach hinten übersteht. Dieses Transportmittel heißt in der Normalausführung „SKY LOVE“. Und so wie der Personen auf dem Brett dicht-an-dicht sitzen, wie „Hühner auf der Stange“, das wird „habal-habal“ genannt – ein Slang-Ausdruck, der zum Geschlechtsakt gehört. Witzig, aber sehr treffend.

Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao


 
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