In DAVAO auf den Philippinen
Ökologische Probleme beim Anbau von
Bananen!
21. Oktober 2012
Wie lieben wir unsere Bananen! Wir sind
überzeugt von Mineralien- und Vitamingehalt der gelben Frucht und
glauben an die Werbesprüche der Verkäufer. Dazu müssen die Bananen
aber makellos gelb sein, ohne Flecken – sonst nehmen wir sie nicht.
Und das ist das Problem der Erzeuger
und Transporteure: Wie bringt man die Bananen so zum Kunden, dass der
sie auch kauft ?
Inzwischen weiß jeder, dass die
Bananen – in Deutschland kennt man eigentlich nur eine Sorte von
den über 60 Sorten - für den Transport im unreifen, grünen Zustand
geerntet und verschifft werden. Im Käuferland werden die Bananen
innerhalb weniger Tage durch die Zugabe von CO2 „reif“ und schön
gelb gemacht.
Nur wer im Heimatland der Banane, wie
z.B. den Philippinen, reife Bananen von der Staude gegessen hat, weiß
wie Bananen wirklich schmecken – dann merkt man auf einmal den
Unterschied und es gehen einem die Augen auf, was man bisher als
normal und richtig gehalten hat.
Das Problem wird noch deutlicher, wenn
man sich mal die Bedingungen ansieht, unter denen die Bananen wachsen
und für den Transport vorbereitet werden. Es geht da um die
Ökologie und wie viele chemische Mittel gegen die natürlichen
Feinde der Banane eingesetzt werden.
Also spritzt man ein pilztötendes
Mittel, dann etwas gegen das Unkraut um die Banane herum, weiterhin
etwas gegen Wurmbefall im Boden und ganz zuletzt bekämpft man die
Insekten, die noch an der Bananenstaude sind. Dafür nimmt man
u.a.das CHLORPYRIFOS * und sprüht die Plastksäcke ein, die dann
über die Fruchstände gestülpt werden, um die Früchte makellos zu
halten.
Alle diese chemischen Mittel sind nicht
harmlos, sondern verschieden giftig auf Tiere und Menschen, wenn man
damit längere Zeit in Kontakt ist. Die Produzenten ihrerseit
versichern, dass bei der Banane diese chemischen Mittel nur an der
Außenseite, also der Schale sind oder gewesen sind und nicht mit dem
Fruchtfleisch der Banane in Berührung kommen.
Aber sollte mal – wie gerade jetzt
wegen der Abnahme-Blockade von China - der Anbau von Bananen auf
andere Früchte z.B. Ananas umgestellt werden, müßte – weil
darauf nur Bananen wachsen und sonst nix - die obere Erdschicht
abgegraben werden. Und die Kosten dafür sind sehr groß, denn
Bananenplantagen beginnen bei etwa 5 Hektar.
Also, was macht ein cleverer
Unternehmer? Na, der beginnt sein Pflanzen-Anbauprogramm auf einem
neuen Stück Land – das ist billiger ! Und das verseuchte Stück
Land ? Das überläßt er anderen oder der Natur: Einer wird’s
schon richten.
Ich sehe das so:
Das ganze Problem mit den chemischen
Stoffen ist ja nur entstanden, weil wir in Deutschland unbedingt
Bananen essen wollen, weil uns die heimischen Früchte nicht genug
erscheinen.
Mit freundlichen Grüßen
Ludwig aus Davao
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